Olivenöl probieren – eine praktische Anleitung

946715_290777254389821_125571720_nViele greifen beim Probieren von Olivenölen zu einem Stück Brot, da ihnen pures Öl zu stark oder zu fettig ist. Wenn man allerdings ein Olivenöl wirklich schmecken möchte, sollte man es pur probieren. Benutzen Sie dazu auf jeden Fall ein qualitativ gutes Olivenöl (z. B. die fünf sortenreinen Olivenöle aus dem TRY OLIVENÖL Probierset).

Zum Verkosten kann man ein Weinglas nehmen. Das Glas sollte auf jeden Fall einen breiten Boden haben und nach oben gewölbt sein. Idealerweise erwärmt man das Glas mit dem Öl etwas in den Händen. Beim Verkosten gibt es dann drei Phasen.  Als Letztes wird das Olivenöl hinuntergeschluckt, wobei auf den Abgang und den Nachgeschmack des Öls geachtet wird. Wie nun ein gutes Olivenöl schmecken kann, lässt sich am besten anhand der drei Phasen beschreiben:

1. Der Geruch des Olivenöls – das Bouquet

Zuerst riechen Sie am Öl. Wichtig ist, nicht nur ein bisschen zu schnuppern, sondern richtig mit der Nase ins Glas zu gehen. Ein gutes Öl riecht frisch und grün – nach frischen Kräutern oder Gemüse im Frühjahr.

2. Der Geschmack des Olivenöls im Mund

Die zweite Phase ist, das Öl in einem kleinen Schluck mit viel Sauerstoff in den Mund zu schlürfen. Die frischen Töne vom Geruch sollte man auch erschmecken können, dann auch gewisse Bittertöne, die aber nicht die Frucht überdecken, sondern ein harmonisches Gesamtbild ergeben sollten.

3. Der Abgang des Olivenöls:

Im Abgang kommt bei vielen guten Ölen die erwähnte Schärfe durch, die aber nicht brennen darf. Ein gutes Öl muss einen angenehmen Nachgeschmack hinterlassen.

Bei offiziellen Verkostergruppen werden neben positiven auch negative Attribute des Olivenöls gemessen. Thomas Fuhlrott, der Gründungsmitglied des Deutschen Olivenöl Panels ist, erklärt mir, wie dies funktioniert:

Warum „muss“ ein gutes Olivenöl bitter und scharf schmecken?

Diese Frage stellt sich den meisten, die sich zum ersten Mal mit dem Thema Olivenöl beschäftigen. Warum schreiben mir Experten vor, dass ein guter Geschmack bedeutet, dass es bitter und scharf sein muss? Ich habe auch zuerst skeptisch reagiert, da ich es problematisch fand, dass mir Experten erklären wollen, was „richtig“ schmeckt und was nicht. Nachdem ich aber die Gründe für die bitteren und scharfen Noten verstanden habe, hat sich meine Meinung geändert.

Experten wie Andreas März pochen darauf, dass ein Olivenöl per se nicht wirklich mild sein kann, da auch eine frische Olive nicht mild, sondern bitter ist, und das Ziel eines guten Öls sei, den nativen Geschmack des Produkts zu bewahren.

„Wir wollen immer alles mild haben, aber mild ist ein Zeichen der Zersetzung. Auch wenn wir eine eher mildere Olivensorte wie die Leccino benutzen, hat sie noch Bitternoten, da wir sie früh ernten. Warte ich noch einen Monat länger, dann habe ich halt Butter. Wenn du ein mildes Öl magst, dann kauf besser kein Olivenöl, sondern Butter.“

Zudem gibt es deutliche Unterschiede zwischen der Bitterkeit in guten und schlechten Olivenölen. In guten Ölen schmeckt man Bittermandelnoten. In schlechten Ölen  ist es eine ranzige Grundnote, die bitter ist und im Gaumen brennt. Es gibt auch bei guten Olivenölen weniger intensive Sorten (z. B. die italienische Leccino oder spanische Arbequina), die sich besonders für den Einstieg in die Welt des Olivenöls eignen.

Wenn Sie nun Lust auf eine Olivenöl Verkostung bekommen haben, können Sie sich das TRY OLIVENÖL Probierset bestellen. Mit den fünf Proben und dem 60-seitigen Booklet ist perfekt geeignet für einen Probierabend zu Hause.

Tipps für eine Weinprobe

Björn Schlottmann – http://www.vineo.de

vineo WeinprobeProbieren ist das Thema dieses Blogs. Geschmack ist eine sehr persönliche Geschichte, niemand kann Dir Deinen Geschmack vorschreiben.  Schön ist, was gefällt! Nur der eigene Geschmack zählt!

Manchmal ist es aber nicht so leicht, herauszufinden, was der eigene Geschmack eigentlich ist. Oft ist er geprägt von Gewohnheiten oder dem Mainstream. Herauszufinden, was einem selbst am besten schmeckt erfordert Unbefangenheit und Abenteuerlust!

Weinproben sind ein sinnliches Erlebnis! Es sind keine großen Vorkenntnisse notwendig, ein paar Tipps erhöhen aber den Genuss. 

  • Weiß- und Roséweine schmecken gekühlt am besten. Auch Rotweine sollten nicht zu warm sein. 
  • Stilles Wasser und Weißbrot neutralisieren Nase und Gaumen zwischen dem Verkosten der Weine. 
  • In bauchigen Stielgläsern, die sich nach oben verjüngen, entfalten sich die Aromen der Weine am besten. 
  • Schenke gleich zu Beginn alle Weine Ihrer Verkostung  ein, damit die Weine Zeit haben, sich zu entfalten. 
  • Probiere die Weine von leicht zu kräftig, von weiß zu rot, entsprechend der zunehmenden Intensität der Weine. 

Lerne den Wein in drei Schritten kennen: 

  1. Einen ersten Eindruck vermittelt Dir die Farbe. Schwenke  das Glas und erfahre  durch die „Tränen“, die sich am Glas bilden, etwas über die Viskosität und den Extraktgehalt des Weines.
  2. Rieche  tief und gleichmäßig am Wein. Versuchen, bekannte Gerüche heraus zu riechen oder Assoziationen zu finden. Vertraue Deiner Intuition, nichts ist falsch, alle Eindrücke sind subjektiv.
  3. Jetzt kommt der Geschmackssinn. Achte zunächst auf den Süße-Säure-Eindruck. Schmeckst Du auch mineralische Noten? Findest Du die Aromen des Geruches wieder? Bleibt der Geschmack lange erhalten?

 Auf diese Weise lernst Du den Wein intensiv kennen. Je mehr Weine Du auf diese Weise probierst, desto besser kannst Du sie miteinander vergleichen. Weinproben für Einsteiger und Fortgeschrittene findest Du auf www.vineo.de/weinproben.html

Wie findet man guten Pfeffer?

_MG_2011_klJörn Gutowski von TRY FOODS begibt sich auf kulinarische Entdeckungsreisen und fasst die Ergebnisse in Probiersets zusammen. Er rechechiert, interviewt Experten und probiert viel, um jedes einzelne Produkt richtig kennenzulernen. Heute schreibt er darüber, was guter Pfeffer ist und wie man ihn am besten finden kann.

Kuhstall − ich rieche ganz deutlich Kuhstall. Merkwürdigerweise assoziiere ich aber nichts Negatives mit dem Geruch, sondern etwas Naturverbundenes und Aromatisches. Die Erkenntnis, dass Pfeffer nicht nur scharf schmecken kann, ist für mich ein Schlüsselerlebnis während meiner ersten Pfefferverkostung beim Berliner Pfeffer- und Gewürzhandel Spice for Life. Der Voatsiperifery-Pfeffer aus Madagaskar schmeckt zum Beispiel wie eine exotische Gewürzmischung und der Kleine Lange Pfeffer aus Assam nach Schokolade. Der Grund für die unterschiedlichen Aromen sind die ätherischen Öle, die sich neben dem für die Schärfe verantwortlichen Piperin im Pfeffer befinden. Doch um solche Geschmackserlebnisse zu erhalten, muss man beim Einkauf auf Qualität achten. Nur wenn die Pfefferfrüchte nämlich sorgfältig angebaut sowie verarbeitet werden und vorher lang genug reifen, entfalten sich diese Aromen. Deswegen sollte man auch niemals gemahlenen Pfeffer kaufen, da aus diesem die ätherischen Öle und somit der Geschmack bereits entwichen sind.

Aber wie findet man den richtigen Pfeffer im Geschäft? − Idealerweise dort, wo man den Pfeffer vorher probieren oder ihn wenigstens anschauen und riechen kann. Wenn dies nicht möglich ist, so hilft ein Blick auf das Etikett. Ähnlich wie beim Wein gibt es einige Herkunftsregionen, die qualitative Eigenschaften der Pfeffer voraussetzen, damit sie unter dem Herkunftsnamen verkauft werden dürfen. Hierzu zählen unter anderem: Tellicherry, Malabar, Periyar und Pondicherry aus Indien; Sarawak aus Malaysia; Lampung und Muntok aus Indonesien; sowie Kampot aus Kambodscha. Wenn man also ein Etikett mit dem Namen einer dieser Regionen sieht, so weiß man, dass es sich um einen guten Pfeffer handelt. Und auch hier gilt: Je mehr Informationen ein Händler über den Pfeffer zur Verfügung stellt, desto besser. Dies sind nur einige interessante Fakten aus der Welt des Pfeffers. Wenn Sie neugierig geworden sind und nun auch probieren und wissen wollen, wie Sie unterschiedliche Pfeffersorten am besten beim Kochen einsetzen können und zu welchen Gerichten sie passen, dann lassen Sie sich vom TRY Pfeffer Set inspirieren.

Berlin Beer Academy eröffnet Seminar- und Showroom

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Die Berlin Beer Academy eröffnet ihren neuen Seminar- und Showroom an der Claire-Waldoff-Straße 4 in Berlin-Mitte. Gründer sind die internationale Bier-Autorin und Bier-Sommelière Sylvia Kopp, und der deutsche in Kalifornien lebende Brauer Olav Strawe. Die renommierte Bier-Sommelière Sylvia Kopp ist auch die Kuratorin und Autorin der Braumeister Selektion „Klassisch Deutsche Braukunst“. Kopp sagt zu Ihrer Motivation:

„Uns treibt die Faszination für kunstfertig gebraute, geschmacksstarke Biere. Dank der Craft-Beer-Bewegung, die neue mutige Biere mit extrem viel Geschmack kreiert, wird die Bierwelt immer vielfältiger, aber auch unübersichtlicher. Wir möchten den Biergenuss fördern und die Kompetenz zur Beurteilung erstklassiger Biere stärken.“

Ab dem 25. November können Bierprofis, Liebhaber und Einsteiger aus einer großen Bandbreite von Kursen ihren Wissensdurst stillen. Das Angebot verteilt sich auf drei Levels: „Spaß am Genuss“, „Erlebnis und Wissen“ für Einsteiger und Liebhaber sowie die „Bierverständiger Fachseminare“ für Branchenprofis. Unternehmen aus Gastronomie und Handel können sich für ihre Mitarbeiterschulung einen individuell abgestimmten Kurs zusammenstellen lassen.

Dabei werden neben traditionellen deutschen Bierstilen auch mutige Kreationen neuer deutscher Brauer sowie hochwertige Craft-Biere aus den USA gekostet und erforscht. Die Kurse werden auf Deutsch oder Englisch gehalten. Veranstaltungen und Events wie der Craft Beer Pavillon auf der Berliner Biermeile und spannende Vorträge von Insidern der Bierszene ergänzen das Angebot. Sylvia Kopp schreibt in dem hochwertigen Begleitbuch, das jeder Braumeister Selektion beigefügt ist, folgendes:

„Die vielschichtigen Geschmäcke, die große Bandbreite an Stilen und das Können der Brauer faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Noch nie gab es so viel Umbruch und Kreativität wie heute: Brauer experimentieren mit neuen Hopfensorten, lassen ihr Bier in Whiskyfässern reifen und bringen sogar Jahrgangseditionen heraus. Dabei wird oft u¨bersehen, welche abwechslungsreichen Genu¨sse allein schon die klassische deutsche Braukunst bietet: Von den rund 40 deutschen Bierstilen kennen die wenigsten mehr als zwei oder drei. Aus diesem Grund war es mir ein besonderes Anliegen, für die erste Edition der Braumeister Selektion einen genussvollen Reigen der klassischen deutschen Braukunst zusammenzustellen.Die vielschichtigen Geschmäcke, die große Bandbreite an Stilen und das Können der Brauer faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Noch nie gab es so viel Umbruch und Kreativität wie heute: Brauer experimentieren mit neuen Hopfensorten, lassen ihr Bier in Whiskyfässern reifen und bringen sogar Jahrgangseditionen heraus. Dabei wird oft übersehen, welche abwechslungsreichen Genu¨sse allein schon die klassische deutsche Braukunst bietet: Von den rund 40 deutschen Bierstilen kennen die wenigsten mehr als zwei oder drei. Aus diesem Grund war es mir ein besonderes Anliegen, für die erste Edition der Braumeister Selektion einen genussvollen Reigen der klassischen deutschen Braukunst zusammenzustellen.“

Wer diese Biere zu anderen spannenden Bierkreationen live und mit kompetenter Begleitung erleben möchte, dem sei der Besuch der Berlin Beer Akademy wärmstens an Herz gelegt!

Deutsche Klassik

  • Pils, Weizen, Bock & Co. – abwechslungsreiche Tradition.
    7 Bierproben, Dauer 2 Stunden, max. 15 Teilnehmer, 35 Euro

Termine: 5. Dez. 2013, 19. Dez. 2013, 17. Jan. 2014

Achtung, Craft!

  •  Mutige Kreationen neuer deutscher Brauer.
    7 Bierproben, Dauer 2 Stunden, max. 15 Teilnehmer, 40 Euro

Termine: 12. Dez. 2013, 23. Dez. 2013, 12. Feb. 2014, 27. Feb. 2014

American Craft

  • Die Keimzelle der Bierrevolution – Einführung in die Braukunst aus dem Mutterland des Craft-Biers, den USA.
    7 Bierproben, Dauer 2 Stunden, max. 15 Teilnehmer, 45 Euro

Termine: 6. Dez. 2013, 13. Dez. 2013, 28. Jan. 2014, 30. Jan. 2014, 4. Feb. 2014

Weitere Informationen unter: www.berlinbeeracademy.de

biergläser

braumeister

Probieren geht über studieren

Der Volksmund hat`s schon immer gewusst. Aber seinerzeit hat man auch noch auf offline Marktplätzen eingekauft und hatte dort viel Gelegenheit zum Probieren, Beschnuppern, Begutachten und Fachsimpeln. Heute ist das mit dem Probieren oft gar nicht mehr so leicht, die Distanz zu den Produkten ist größer geworden, das Wissen über die Ursprünge weniger. Aber alles kommt wieder! Probieren wie auf einem orientalischen Gewürzmarkt, in einem Feinkostladen oder beim Weinhändler. Genau das bieten diese drei Berliner Startups:

www.vineo.de

www.tryfoods.de

www.braumeister-selektion.deprobieren_studieren